Vor ca. 7 Jahren, als ich wieder in den Job eingestiegen bin, war ich oft erschöpft. Unsere Kinder sind altersmäßig 20 Monate auseinander. Wer hat sich eigentlich ausgedacht, dass das 1 Jahr Elternzeit genau am 1. Geburtstag vorüber ist!? Beim ersten Kind habe ich somit noch den Jobeinstieg und die wahnsinnig emotionale Geburtstagsparty auf einen Tag gelegt.
"Klassisch" bin ich in Teilzeit gestartet, habe mich um die Kitaabhol -und Bringzeit gekümmert. Um alles andere auch. Einkauf, Wäsche, Haushalt, Krankheit, laufen lernen, Verabredungen, Geburtstage, Familienangehörige... Und alle Mamas und Papas hier wissen, dass allein das erste Kitajahr schon völlig herausfordernd ist, weil dein Kind Krankheiten mit nach Hause bringt, von denen du vorher noch nie gehört hast. Manchmal stand ich angeekelt vor 6 Zetteln, die Hand-Mund-Fuß & Co KG ankündigten.
Ich habe dann gehofft: bitte nicht wieder krank werden, allein durch Schwangerschaft und Elternzeit habe ich schon soviel verpasst - ich liebe meinen Job und ich hatte Angst, von anderen abgehängt zu werden. Damit habe ich mir das Leben schwer gemacht. Aber tatsächlich werden viele Mamas hinterher auf andere Stellen degradiert, nicht einbezogen oder bekommen den Schreibtisch, den keiner haben will!
Ich habe also fast nie gefehlt, während wir trotzdem alle Krankheiten mitgenommen haben. Selbst als ich schwanger war, hatte ich trotz Müdigkeit und Schwindel kaum Ausfallzeiten.Manchmal war ich durch kurzfristige Krisengespräche der Patient:innen aufgehalten und musste dann 6km mit Rad und Anhänger zur Kitaabholzeit in 10min schaffen - soviel zum Thema Abgrenzung und Selbstfürsorge. Ich war echt gestresst.
Für deine gesunde Abgrenzung und dein Wohlbefinden in diesem Prozess, braucht es vor allem : dein innerliches Mindset & dann die äußerlichen Strukturen. "Alles hat seine Zeit" und" ich verpasse nichts" oder "Wer kann mich hier wo entlasten, ohnedas ich als Mama "versage" " 💕.
Während ich das hier schreibe, komme ich von einem Führungskräfteseminar. Nicht nur wir Führungskräfte sollten diesbezüglich die Bedürfnisse unser Mitarbeiter:innen im Blick haben und sie da abholen, wo sie stehen. Wir brauchen familienfreundliche Konzepte und Möglichkeiten, damit der innerliche und äußerliche Stress nicht dazu führt, dass unsere Mitarbeiter:innen krank werden und aufgrund des Stressempfindens einen Burn-out bekommen.
Du willst mehr über Achtsamkeit, Selbstfürsorge, Persönlichkeitsentwicklung erfahren? Dann gehe ein Stück mit mir. Ich freue mich. 💜 Deine Miriam
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